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Das Deutsche Nationaltheater Weimar

Grosses Haus Theaterplatz 2

Erbaut 1906 - 1907, Architekt: Professor Max Littmann
Durch Kriegseinwirkung 1945 zerstört. Wiederaufbau 1945 - 1948.
Rekonstruktion 1975 bis 1978, Renovierung 1997 bis 1999.
Weitere geplante Umbauphase von 2001 bis 2002.
Zuschauerraum:
Ansteigendes Parkett, Reihenüberhöhung 17 bis 22 cm, Reihenabstand: 90 cm,
Sitzbreite: 52 cm, Platzanzahl incl. 1. und 2. Rang: 857 Plätze plus zwei Rollstuhlplätze
Orchestergraben:
Fläche: 84 qm für ca. 80 Musiker, Hubpodium mit schere und Spindel,
Hub: Bühnenebene +-0 bis -2,7 m, stufenlos fahrbar, auf Bühnenebene 4 verriegelbare Orchesterbrücken
Bühnenöffnung:
Breite: 10,3 m; Höhe: 1,7 bis 8,7 m
Bühnenraum:
Breite: 24 m; Tiefe: Tiefe: 19 m (ab Schutzvorhang); Höhe: 25,7 m;
Seitenbühne rechts: A= 200 qm, Höhe= 9m,
Hinterbühne: A=70 qm, Höhe= 9m,
Öffnungshöhe zwischen Haupt- und Nebenbühne: 8,5 m

Nebenbühnen im Großen Haus:
Foyer III:

Variable Zuschauer- und Bühnenpodesterie, max. 99 Zuschauer, sowie Caféhausbestuhlung mit 60 Plätzen
Foyer I:
Glanzstück des neuerbauten Hoftheaters war (und ist heute noch) der lichtdurchflutete Foyersaal im ersten Stock. Während der Vorstellungen wird er genutzt für die Pausenversorgung sowie für Matineen, Soireen und Lesungen. Zwischen 60 und 100 Plätze

Kurzporträt:

1791 wurde in Weimar das Hoftheater, dessen Direktor kein geringerer als Johann Wolfgang Goethe war, eröffnet. Goethe leitete dieses Theater 26 Jahre lang (1791 - 1817) und baute ein eigenes Ensemble auf. Alle wesentlichen Dramen von Friedrich Schiller und Johann Wolfgang Goethe wurden hier uraufgeführt.

Das Weimarer Hoftheater wurde unter der gemeinsamen Theaterarbeit der beiden größten Dichter deutscher Klassik, die bis zu Schillers Tod (1805) dauerte, zur führenden Bühne Deutschlands und erlebte während dieser Periode seine Blütezeit.

Ein Dokument dieser bedeutenden Zusammenarbeit Goethe - Schillers ist heute eines der beliebtesten Fotomotive: Das Goethe-Schiller-Denkmal von Ernst Rietschel auf dem Theaterplatz unmittelbar vor dem Deutschen NationalTheater, dessen feierliche Enthüllung 1857 stattfand.

Ebenso große Bedeutung erlangte das Musikleben der Stadt Weimar. Wichtige Persönlichkeiten prägten den Werdegang der bis heute bestehenden Staatskapelle Weimar, die auf eine 500 jährige Geschichte zurückblickt.

Die erste Blütezeit liegt im frühen 18. Jahrhundert, die u.a. durch das Wirken von Johann Sebastian Bach bestimmt wurde. Während der Weimarer Klassik war die Hofkapelle wesentlicher Bestandteil des Musik- und Theaterlebens der Region. Ebenso bedeutsam war das Wirken der Kapelle in der nachklassischen Zeit, dem sogenannten "Silbernen Jahrhundert der Tonkunst", insbesondere unter der Leitung von Johann Nepomuk Hummel (1819). Auf dieser Tradition aufbauend wurde 1842 Franz Liszt zum Hofkapellmeister berufen. Unter seiner Leitung fanden historisch sehr bedeutsame Aufführungen eigener Werke und der Richard Wagners, Hector Berlioz' und Peter Cornelius' statt.

1919 wurde das Weimarer Theater anläßlich der Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung zum "Deutschen NationalTheater" ernannt. Die in die Geschichte eingegangene "Weimarer Verfassung" wurde hier angenommen.

Schauspiel, Musiktheater, Tanztheater und die Staatskapelle Weimar bieten ganzjährig einen wechselnden Repertoire-Spielplan.

Quelle: Deutsches Nationaltheater Weimar

 


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