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Die Semperoper von Dresden
Die Semperoper zählt zu den schönsten Opernhäusern der Welt.
Mit jeder Reise, die ich selber nach Dresden leite oder begleite freue ich mich auf
den Theaterplatz mit dem Schmuckstück der Semperoper. Es stimmt einfach alles.
Eine tolle Harmonie der Bauwerke........
(aus meinen Tagebüchern... Paul Launer)
Betrachtet man die Semperoper vom Theaterplatz aus, also
von ihrer Vorderfront her, so hat man die historische Ansicht vor sich, die sich
auch dem Betrachter von 1878 nach Eröffnung des Zweiten Königlichen
Hoftheaters von Gottfried Semper bot.
Ein von der Neorenaissance geprägtes, prachtvolles
Architekturbild, das sich mit der katholischen Hofkirche, Schloß und Gemäldegalerie
zu einem der schönsten Plätze Europas gehört.
Im
2. Weltkrieg, in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945, wurde die Semperoper
zerstört. Vierzig Jahre später, nach siebenjähriger Wiederaufbauzeit, konnte
das Publikum die weitestgehend originalgetreu rekonstruierte Oper erstmals
wieder besuchen.
Am vierzigsten Jahrestag ihrer Zerstörung, am 13. Februar
1985 hob sich der Vorhang zur festlichen Eröffnungspremiere von Carl Maria
Webers "Der Freischütz".
KURZE CHRONIK DER DRESDNER OPER
1667
Klengelsches Opernhaus, das "Churfürstliche
Opernhaus am Taschenberg"
1719
Großes Opernhaus am Zwinger unter August dem Starken
1734-1763
Johann Adolf Hasse prägt eine der glanzvollsten Epochen
Dresdner Operngeschichte in der barocken Residenzstadt
1755
Moretti-Theater, zur Unterscheidung vom weiterbestehenden
"Großen Opernhaus am Zwinger" auch "Kleines Hoftheater"
genannt.
1817-1826
Carl Maria von Weber,
Hofkapellmeister
1817
Durch ihn Gründung des ersten stehenden Opernchores in
Deutschland
1841
Erstes Königliches Hoftheater von
Gottfried Semper
1843-1849
Richard Wagner
Uraufführungen "Rienzi"
(1842), "Der fliegende Holländer" (1843), "Tannhäuser"
(1845)
1869
Erster Semperbau durch Brand zerstört
1878
Zweites Königliches Hoftheater von Gottfried
Semper wurde mit Webers "Jubelouvertüre
und Goethes "Iphigenie auf Tauris" eröffnet
1872-1914
Ernst von Schuch als Kapellmeister, ab 1882 als
Direktor der Dresdner Hofoper. Unter seiner Leitung als Generalmusikdirektor
Beginn der Dresdner Richard-Strauss-Pflege: Uraufführungen "Feuersnot" (1901), "Salome" (1905),
"Elektra" (1909), "Der Rosenkavalier" (1911)
Setzte die Opern Verdis und Puccinis in Dresden durch
1922-1933
Fritz Busch setzt die von Schuch begründete Tradition
der Strauss-Uraufführungen fort: "Intermezzo"
(1924), "Die ägyptische Helena" (1928), "Arabella" (Uraufführung
1933 - geplant und vorbereitet von Fritz Busch; nach dessen Vertreibung
dirigiert von Clemens Krauss)
ebenso die Verdi- und Puccinipflege
Weitere Uraufführungen: Ferrucio
Busoni "Doktor Faust" (1925), Paul Hindemith "Cardillac"
(1926)
1934-1943
Karl Böhm: Strauss-Uraufführungen: "Die
schweigsame Frau" (1935), "Daphne" (1938) Zum
berühmten Dresdner Ensemble gehörten Sänger wie Erna Berger, Maria Cebotari,
Christel Goltz, Margarete Teschemacher, Elfride Trötschel, Mathieu Ahlersmeyer,
Kurt Böhme, Josef Herrmann, Max Lorenz, Tino Pattiera, Torsten Ralf, Paul Schöffler,
Richard Tauber
1945
Zerstörung der Semperoper
1945-1984
Bedeutendste Dirigenten: Joseph Keilberth, Rudolf Kempe, Franz Konwitschny,
Kurt Sanderling und andere (nach Interimsspielstätten ab 1948 im Großen Haus) Harry Kupfer 1972-1982 Chefregisseur und Operndirektor
(1975 DDR-Erstaufführung "Moses und Aron")
1985
Lange erwartet
Wiedereröffnung der Semperoper
Eröffnungspremiere am 13.Februar 1985
Carl Maria von Weber "Der Freischütz"

Quelle: Semperoper Dresden
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