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Staatsoper - Unter den Linden in Berlin 

Die am 7. Dezember 1742 als Königliches Opernhaus eröffnete Staatsoper Unter den Linden ist neben der Deutschen Oper und der Komischen Oper eines der drei staatlichen Opernhäuser Berlins. Das im Hauptsaal (Parkett und drei Ränge) 1.396 und im Apollosaal 240 Zuschauer fassende Haus ist der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur nachgeordnet. Intendant der Staatsoper Unter den Linden ist seit 1991 Georg Quander, Generalmusikdirektor und Künstlerischer Leiter seit 1992/93 Daniel Barenboim.

Ein Schwerpunkt des Hauses liegt auf der Erarbeitung von Opern der Vor-Mozart-Zeit, die unter Einbeziehung der Erkenntnisse über die historische Aufführungspraxis inszeniert werden. Anknüpfend an die innovativen Entwicklungen des Musiktheaters in den 20er Jahren, bildet die Beschäftigung mit der klassischen Moderne einen weiteren wesentlichen Aspekt der Spielplandramaturgie, die einen Bogen von den einschlägigen Werken des 20. Jahrhunderts bis zu Uraufführungen zeitgenössischer Opern spannt.

Das Orchester der Staatsoper Unter den Linden wurde als Hofkapelle bereits 1570 gegründet und besteht heute aus ca. 130 Musikern. Zusätzlich zu ihren Opernverpflichtungen gibt die Staatskapelle Berlin pro Jahr ca. 19 zusätzliche Symphonie- und Sonderkonzerte. Pro Jahr gibt die Staatsoper rd. 8 Opernpremieren, dazu kommen bis zu vier Neueinstudierungen bzw. Wiederaufnahmen.

Das erste Opernkonzert nach Kriegsende fand am 16. Juni 1945 im Großen Sendesaal des Funkhauses in der Masurenallee statt. Am 29. Juni wies die sowjetische Zentralkommandantur der Oper den später vom Metropol-Theater genutzten Admiralspalast als Spielstätte zu, wo unter dem Namen »Deutsche Staatsoper« am 23. August 1945 die erste Spielzeit nach dem II. Weltkrieg mit einem Festkonzert eröffnet wurde. Das wiederhergestellte Opernhaus Unter den Linden wurde am 4. September 1955 eröffnet. Erste Intendanten waren in der Nachkriegszeit Ernst Legal (1945-52) und Max Burghardt (1954-62). 1963-84 leitete Hans Pischner das Haus, dem 1984 Günter Rimkus folgte. Generalmusikdirektor war von 1955-62 Franz Konwitschny, 1964-90 Otmar Suitner; auf dem Spielplan standen neben Klassikern v.a. zeitgenössische Opern aus den sozialistischen Ländern, etwa von Paul Dessau, Sergej Prokofjew, Krzysztof Penderecki und Udo Zimmermann. Regie führten u.a. Ruth Berghaus, Harry Kupfer und Horst Bonnet.

Nach der Vereinigung unternahm die Staatsoper Unter den Linden einen künstlerischen Neuanfang. Das Grundprinzip von Barenboims Arbeit besteht in der gleichrangigen Behandlung der im Gesamtkunstwerk Oper zusammenwirkenden Künste. Das den Spielplan bestimmende Serienprinzip ermöglicht eine homogene Besetzung, ohne auf einen abwechslungsreichen Spielplan verzichten zu müssen.

Der Ursprungsbau der Staatsoper entstand 1741-43 nach den Entwürfen von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff und des Kronprinzen Friedrich (1740-86 König Friedrich II.) für ein Forum Fridericianum am Opernplatz, dem heutigen Bebelplatz. Er war das erste königliche Theatergebäude Deutschlands, das räumlich aus dem Schloßkomplex herausgelöst wurde. Bei einer Rekonstruktion 1983-86 wurde das Bauwerk komplett erneuert, wobei eine eine Modernisierung der gesamten technischen Ausstattung und eine sorgfältige Rekonstruktion des Interieurs erfolgte. Neben der Wandverkleidung und dem Schmuckvorhang mit alten Webmustern stellte man auch die historischen Kronen, Leuchter und Wandarme wieder her. Die historischen Möbel und das Saalgestühl sind in der alten Form aufgearbeitet worden. Auch die in den 50er Jahren entfernte Inschrift »Fridericus Rex Apollini et Musis« am Giebelportikus wurde wieder angebracht.

Karten: Hier können Sie versuchen Karten über unsere Online-Datenbank zu erhalten. Nicht immer sind jedoch Karten für dieses berühmte Opernhaus dabei.

Und so wird es gemacht: Wenn Sie auf den unteren Kartenlink geklickt haben, dann erscheint in diesem Fenster eine Datenbank. Hier können Sie dann ganz rechts die Kategorien Opern/Ballett bzw. Klassik wählen. Wenn Sie bei Opern/Ballett nichts finden auch bei Klassik probieren. Wie gesagt: Es ist etwas Glücksache dabei.

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Quelle: Staatsoper unter den Linden

 


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