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Oper Madame Butterfly

 

Japanische Tragödie in drei Akten
von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Musikvon Giacomo Puccini

Erster Akt

Auf einem Hügel in der Nähe von Nagasaki zeigt der Heiratsvermittler Golo dem Leutnant Pinkerton der amerikanischen Marine das für ihn gekaufte Haus (für 999 Jahre). Hier will Pinkerton mit der jungen Geisha Cho-Cho-San wohnen, die er zu heiraten beabsichtigt. Die Vermittlungsgebühr für die Ehe beträgt 100 Yen, und die Ehe wird nach japanischer Sitte auf 999 Jahre geschlossen, kann jedoch monatlich gekündigt werden. Goro stellt dem Offizier Suzuki, die Dienerin Cho-Cho-Sans vor. Als Sharpless, der amerikanische Konsul in Nagasaki erscheint, gesteht ihm Pinkerton, daß er das Leben liebe, ohne allzu sehr auf Freuden und Leiden anderer Rücksicht zu nehmen. Sharpless ist mit dieser leichtsinnigen Lebenseinstellung nicht einverstanden. Er erhebt zwar mit ihm zusammen das Glas, rät ihm aber von der beabsichtigten Eheschließung ab. Von weitem hört man Cho-Cho-San und ihre Freundinnen singen. Die Geisha, der Pinkerton den Kosenamen Butterfly gegeben hat, erscheint mit ihren Verwandten und Freundinnen und strahlt vor Glück. Ein kaiserlicher Kommissar nimmt die Trauung vor. Die anschließende Hochzeitsfeier wird jedoch durch die Ankunft des alten Onkels Bonze unterbrochen, der Cho-Cho-San vorwirft, daß sie durch die Heirat mit einem Amerikaner die Religion ihrer Väter verraten habe. Aus diesem Grund verflucht er seine Nichte. Die Verwünschungen des Onkels lassen Madame Butterfly in Tränen ausbrechen. Sie wird von der Verwandten verlassen. Der gerührt Pinkerton tröstet sie und bittet sie, sich mit ihm gemeinsam dem Zauber der Sternennacht hinzugeben. Ein lyrisches Liebesduett beschließt den Akt.

 

Zweiter Akt

Während Suzuki betet, wartet Butterfly in ihrem Haus zuversichtlich auf die Rückkehr Pinkertons, den sie seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Sie versucht sogar ihre skeptische Dienerin davon zu überzeugen (Eines Tages sehn' wir). Goro begleitet Sharpless ins Haus und rät in seiner Anwesenheit Butterfly, den reichen Fürsten Yamadori zu heiraten, der seit langem um sie wirbt. Aber sie lehnt seinen Antrag höflich ab und verabschiedet ihn. Etwas verlegen liest der Konsul Cho-Cho-San einen Brief Pinkertons vor, in dem dieser seine neue Heirat mit einer Amerikanerin bekanntgibt. Butterfly, die immer noch von der Rückkehr ihres Mannes überzeugt ist, unterbricht den Konsul mehrmals. Aus Mitleid mit ihr zögert Sharpless, ihr die ganze Wahrheit zu sagen. Sie holt Pinkertons blondlockiges Söhnchen und erklärt dem Konsul, daß sie betteln gehen müßte, wenn ihr Mann nicht zurückkehre. Während sie dem Kleinen ein zärtliches Lied singt, verläßt der Konsul betroffen das Haus. Ein Kanonenschuß läßt Butterfly zusammenzucken. Er kündigt das Eintreffen eines amerikanischen Schiffes an, auf dem sich Pinkerton befindet. Cho-Cho-San schmückt das Haus mit Blumen und wacht die ganze Nacht in Erwartung ihres Mannes. Es folgt das "Nächtliche Zwischenspiel" mit dem bekannten Summchor.

 

Dritter Akt

Die Nacht ist in vergeblicher Erwartung vergangen und der Morgen ist bereits angebrochen. Suzuki fordert die übermüdete Butterfly auf, sich mit ihrem Sohn zur Ruhe zu begeben. Da kommt Pinkerton in Begleitung seiner Frau Kate und des Konsuls, in der Absicht von Cho-Cho-San seinen Sohn zu verlangen. Suzuki erzählt ihm, wie sehr Butterfly gelitten hat, wie sehr sie ihn liebt und daß sie auf ihn gewartet hat. Darauf verläßt Pinkerton beschämt das Haus. Cho-Cho-San glaubt ihren Mann anzutreffen, sieht aber nur seine amerikanische Frau. Jetzt versteht sie die Wahrheit. Sie begreift, daß er sie verlassen hat und aus welchen Gründen er gekommen war. Als Kate sie um die Herausgabe des Kindes bittet, erklärt sie sich dazu bereit, aber nur wenn es der Vater selbst abhole. Allein geblieben nimmt sie ein Messer, küßt die Klinge und bereitet sich auf den Selbstmord vor. Sie nimmt Abschied von ihrem Kleinen, verbindet ihm dann die Augen und stößt sich hinter einem Wandschirm das Messer in die Brust. Vom Garten her tönen Pinkertons besorgte Rufe "Butterfly, Butterfly". Als er ins Haus tritt, streckt Cho-Cho-San die Hand nach ihrem Kind aus und stirbt.

Die schönsten Arien:

Als Göttin des Mondes erschein ich
Eines Tages sehn wir ein Streifchen Rauch
Leb wohl, mein Blütenreich

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Und hier eine noch kleinere Zusammenfassung für die "Eiligen"

Madame Butterfly - Giacomo Puccini

Tragödie in 3 Akten

Schauplatz: Nagasaki, im Jahr 1900

Inhalt:

Der US-Soldat Linkerton heiratet in Nagasaki die Japanerin Cho-Cho-San, genannt Butterfly. Er sieht diese Ehe nicht so ernst, sie dagegen liebt ihn aufrichtig. Sie ist für ihren Mann sogar zum Christentum konvertiert. Bei der Hochzeitsfeier erscheint der Onkel von Butterfly und verflucht sie wegen ihres Verrats an ihrem Glauben. Linkerton läßt die gesamte Familie Cho-Cho-San hinauswerfen.
Drei Jahre später hat Linkerton seine Butterfly bereits verlassen. Doch sie liebt ihn noch immer und vertraut fest darauf, daß er wiederkommt. Eines Tages ist es tatsächlich so weit. Linkerton wird nach Nagasaki kommen. Butterfly schmückt das ganze Haus und erwartet zusammen mit ihrem gemeinsamen Sohn die Rückkehr des Ehemanns. Linkerton hat seinen Sohn noch nie gesehen. Ein japanischer Fürst besucht Butterfly und hält um ihre Hand an, doch sie weist ihn zurück. Sie fühlt sich noch immer an den Amerikaner gebunden und erwartet sehnsüchtig seine Rückkehr.
Linkerton kommt, doch er kommt nicht allein, er hat seine amerikanische Ehefrau bei sich. Die beiden wollen Linkertons Sohn zu sich nehmen. Im Haus seiner ehemaligen Geliebten überwältigen Linkerton seine Erinnerungen, er wagt es nicht, Butterfly unter die Augen zu treten. Als diese erfährt, in welcher Absicht Linkerton gekommen ist, willigt sie ein, auf den Sohn zu verzichten. Sie stellt jedoch eine Bedingung: Linkerton muß selbst kommen und sein Kind holen. Kurz bevor dies geschieht, zieht Butterfly ein Harakiri-Schwert hervor und setzt es sich an die Kehle. Das Kind will sie vom Dolchstoß abhalten. Sie schickt ihn jedoch nach einem tränenreichen Abschied hinaus. Als der Kleine das Zimmer verlassen hat, nimmt sie sich das Leben.

Die schönsten Arien:

Als Göttin des Mondes erschein ich
Eines Tages sehn wir ein Streifchen Rauch
Leb wohl, mein Blütenreich


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