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Fidelio - Ludwig van Beethoven

Oper in 2 Akten nach dem französischen Text des J.N.Bouilly von Joseph Sonnleithner und Friedrich Treitschke

Schauplatz: Gefängnis bei Sevilla, Ende des 18. Jahrhunderts

Uraufführung: 23. Mai 1814 in Wien ( Kärntnertortheater)

Inhalt:

Florestan ist von Gouverneur Pizzaro zu Unrecht ins Gefängnis geworfen worden. Seine Frau Leonore verkleidet sich als Mann, um zu ihm zu gelangen. Unter dem Namen Fidelio erschleicht sie sich bei dem Kerkermeister Rocco einen Hilfsposten.Sie überredet den Kerkermeister, sie mit zu den Gefangenen zu nehmen; ihren Mann Florestan kann sie jedoch nirgends entdecken.Schließlich erfährt sie, daß er, getrennt von den übrigen Gefangenen in einem tiefen Verließ schmachtet.
Leonore belauscht ein Gespräch zwischen Rocco und dem Gouverneur. Sie erfährt, daß Pizzaro seinen politischen Gegner Florestan töten will, noch bevor der Minister dem Gefängnis einen Kontrollbesuch abstattet. So kommt es, daß ausgerechnet Leonore mithelfen muß, für ihren Mann das Grab zu schaufeln.
Endlich hat Leonore Florestans Verließ gefunden.Pizzaro erscheint mit einem Dolch, um ihn zu töten. Leonore wirft sich schützend vor Florestan und gibt sich als Frau und Gattin zu erkennen. Sie hat eine Pistole und hält Pizzaro damit in Schach. In diesem Moment erscheint der Minister. Er erkennt in Florestan einen längst totgeglaubten Freund wieder.
Er läßt Pizzaro verhaften und begnadigt alle unschuldigen Gefangenen.

Die schönsten Arien:

O wär ich schon mit dir vereint
Ha, welch ein Augenblick
In des Lebens Flühlingstagen

Und hier noch eine andere Zusammenfassung:

1. Akt
Don Florestan, ein hoher spanischer Staatsbeamter, gilt seit seinem plötzlichen Verschwinden vor zwei Jahren als tot. Daß er von seinen politischen Feinden umgebracht wurde, glaubt auch sein Freund, der aufgeklärte, humane Minister Don Fernando. Nur Leonore, die Gattin Florestans, will sich mit einem solchen Schicksal nicht abfinden. Sie nimmt die Suche nach Florestan auf. Als Mann verkleidet, verdingt sie sich als Gehilfe unter dem Namen Fidelio bei dem Kerkermeister eines Staatsgefängnisses in der Nähe von Sevilla. Gouverneur dieses Gefängnisses ist Don Pizarro, dessen Verbrechen Florestan hatte aufdecken wollen.

Daß Marzelline, die Tochter des Kerkermeisters Rocco, sich in den vermeintlichen Mann verliebt und von baldigem Eheglück mit »Fidelio« träumt, daß Rocco in dem beliebten und umsichtigen Gehilfen eine gute Partie wittert, daß aber auch der in Marzelline verliebte Pförtner Jaquino diese Entwicklung voll Eifersucht beobachtet, erschwert Leonores Pläne. Andererseits versteht sie Roccos wachsendem Vertrauen und Marzellines Fürsprache zu nutzen, um den Kerkermeister auf seinem Gang zu den geheimen Verliesen begleiten zu dürfen.

Don Pizarro, der viele unliebsame Gegner willkürlich gefangenhält, wird überraschend vor einer Untersuchung des Gefängnisses durch den Minister Don Fernando gewarnt. Die Wache erhält Befehl, beim Nahen des Ministers ein Warnsignal zu geben. Pizarro muß nun vor allem den Hauptbelastungszeugen Florestan, der im tiefsten Gewölbe einem langsamen Hungertod preisgegeben ist, rechtzeitig beseitigen. Rocco läßt sich für einen raschen Mord allerdings nicht kaufen, er ist nur bereit, das Grab auszuheben. Pizarro muß die Tat selbst ausfahren. Rocco gibt dem Drängen Leonores und Marzellines nach, auch ohne Zustimmung des Gouverneurs die leichteren Gefängnisse für kurze Zeit zu öffnen. Florestan ist nicht unter den heraustretenden Gefangenen. Rocco holt sich von Pizarro das Einverständnis zur Heirat und Mithilfe »Fidelios«. Leonore wird auch beim Schaufeln des Grabes helfen und endlich bis zu dem geheimnisvollen Gefangenen vordringen. Aufgebracht befiehlt Pizarro die sofortige Rückführung der Gefangenen in den Kerker, bestraft aber nicht Roccos Eigenmächtigkeit.

2. Akt
Florestan ist dem Ende seiner Qualen nah. Die Fiebervision vom befreienden »Engel Leonore«, läßt seine letzte Lebensenergie noch einmal hell auflodern und dann erschöpft zusammenbrechen. Während der von Pizarro befohlenen Vorbereitungen erkennt Leonore ihren Mann. Sie und Rocco lindern Florestans Leiden. Als Pizarro kommt, stellt Leonore sich mit gezogener Pistole zwischen ihren Mann und den mordbereiten Gouverneur und gibt sich zu erkennen. Das verabredete Trompetensignal meldet die Ankunft des Ministers, die von Jaquino bestätigt wird. Leonore und Florestan bleiben allein im Kerker zurück und sinken einander in die Arme.

Dem Fernando, Minister eines gerechten Königs, gibt seinem totgeglaubten Freunde Florestan und mit ihm allen zu Unrecht Eingekerkerten die Freiheit wieder. Alle feiern jubelnd den Triumph der Gattenliebe und das Beispiel, das Florestan mit seinem Leiden für das Recht, Leonore mit ihrer befreienden Tat gegeben hat.

 


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