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Faust (Margarethe) - Charles Gounod
Inhalt
Oper in zwei Teilen
Text nach Goethe von Jules Barbier und Michel Carré
Uraufführung: 19. März 1859 in Paris
1. Teil
Faust, ein alter Mann, erkennt die Sinnlosigkeit seines Lebens. Im letzten
Augenblick schreckt er vor der Konsequenz, dem Selbstmord, zurück. An Gott
verzweifelnd ruft er den Teufel herbei. Mephistopheles bietet Faust Ruhm und
Reichtum an, aber was Faust einzig interessiert, ist ewige Jugend. Entzückt von
der Erscheinung eines jungen Mädchens unterschreibt er den Teufelspakt: seine
Seele ist damit verkauft.
Eine Straße voller Menschen.
Valentin betrachtet ein Kruzifix, das ihm seine Schwester Margarethe als
Talisman geschenkt hat. Seine Freunde holen ihn zu einer gemeinsamen Sauftour
ab. Mephistopheles mischt sich unter sie. Er singt zur Unterhaltung ein Lied von
der Allmacht des Geldes. Danach liest er Valentins Freund Siebel aus der Hand:
jede Blume, die er berührt, wird welken. Mephistopheles bietet den Zechern Wein
aus dem eigenen Keller an und bringt einen Trinkspruch auf Margarethe aus.
Valentin bedroht Mephistopheles mit dem Messer, doch gegen den Teufel kann er
nichts ausrichten, nicht einmal mit dem Kruzifix. Die Männer fliehen entsetzt.
Mephistopheles führt Faust dorthin, wo er das junge Mädchen Margarethe
wiedertrifft- Er spricht sie an, doch sein Annäherungsversuch wird abgewiesen.
Siebel kauft Blumen. Sie welken in seiner Hand. Sein Gebet bricht den Zauber.
Die neu erblühten Blumen legt er auf die Türschwelle der angebeteten
Margarethe, aber Mephistopheles deponiert dort ein kostbareres Geschenk:
Diamanten.
Der Herr, der sie angesprochen hat, geht Margarethe nicht aus dem Sinn.
Heimgekehrt findet sie den Schmuck, den sie freudig anlegt. Ihre Nachbarin, Frau
Schwerdtlein, überrascht sie dabei. Der hinzukommende Mephistopheles schickt
Faust zu Margarethe und lenkt Marthe Schwerdtlein ab, indem er sie vom Tod ihres
Mannes unterrichtet- Vom Schreck erholt macht Martha Mephistopheles sogleich
Avancen. Mephistopheles ergreift die Flucht. Margarethe bleibt mit Faust allein
zurück. Sie bringt es nicht fertig, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen, und
so bittet sie Faust zu gehen. Der erspottende Mephistopheles treibt Faustin
Margarethes Zimmer zurück, wo sie sich ihm willig hingibt.
2. Teil
Hochschwanger beklagt Margarethe ihr Los: sie ist von Faust verlassen worden.
Siebel versucht sie zu trösten. Marthe erzählt Siebel von der Rückkehr
Valentins. Sie machen sich Gedanken, wie Margarethe vor dem Zorn ihres Bruders
zu schützen sei. Die heimkehrenden Soldaten, angeführt von Mephistopheles,
bejubeln den Krieg. Siebel traut sich nicht, dem Böses ahnenden Valentin die
Wahrheit zu gestehen. Auch in der Kirche findet Margarethe keinen Trost. Sie ist
ihren Schamund Schuldgefühlen ausgeliefert. Selbst am heiligen Ort wird sie vom
Teufel gequält. Mephistopheles singt vor Margarethes Tür ein Spottlied auf die
Jungfräulichkeit. Valentin fordert ihn zum Kampf. Faust,von Teufelsmacht geführt,
tötet seinen Herausforderer. Sterbend verflucht Valentin seine Schwester.
Mephistopheles führt Faust in sein Reich. Es ist Walpurgisnacht, die Nacht der
Sinne. Schuldgefühle plagen Faust, aber er gibt sich dem Treiben hin, bis er
schließlich mit der Wirklichkeit konfrontiert wird: Margarethe hat ihr Kind
umgebracht.
Faust besucht die eingesperrte Margarethe. Sie sieht nur Mephistopheles und
erkennt in ihm den Teufel. Ihr Körper ist gebrochen, aber ihre Seele gerettet.
Faust muß seinen Vertrag einlösen und fährt zur Hölle.
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