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Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny - Kurt Weill / Berthold Brecht

Inhalt

Uraufführung: 9. März 1930 in Leipzig

1.Bild Witwe Begbick, Dreieinigkeitsmoses und Fatty, der Prokurist, ein Gaunertrio auf der Flucht vor den Konstablern, stranden in einer öden Gegend. Eine unwegsame Wüste hindert sie am Weiterkommen zur Goldküste. Notgedrungen bleiben sie an Ort und Stelle und beschließen auf Initiative der Witwe Begbick die Gründung der Stadt Mahagonny, in deren Netzen sich fortan die Gold- und Glückssucher aus allen Himmelsrichtungen verfangen sollen.
2. Bild Rasch siedeln sich die ersten "Haifische" in Mahagonny an. Auf der Suche nach dem schnellen Geld kommen Jenny und andere Mädchen in die Stadt, um den zahlreichen Männern ihre Körper anzubieten..
3. Bild Geködert von Verlockungen ziehen »die Unzufriedenen aller Kontinente der Goldstadt Mahagonny entgegen«,
4. Bild Die Freunde Jim, Jakob, Bill und Joe reisen nach sieben schweren aber einträglichen Jahren als Holzfäller in Alaska nach Mahagonny.
5. Bild Kaum angelangt machen die Männer Bekantschaft mit den Mädchen von Mahagonny.
6. Bild Jim und Jenny verabreden sich über die Praktiken der käuflichen Liebe.
7. Bild Die Unternehmung Mahagonny gerät in eine Krise, da die ersten Übersättigten die Stadt wieder verlassen. Die verzweifelte Begbick befürchtet den Zusammenbruch ihres Lebenswerkes und hofft auf das Geld der Holzfäller.
8.+ 9. Bild Jim empfindet schon bald die Verbote und Gebote in der allzu paradiesischen Goldstadt erdrückend und möchte, seinen zufriedenen Freunden zum Trotz, wieder abreisen. Er beginnt, gegen Ruhe und Eintracht zu rebellieren.
10.-12. Bild Ein todbringender Hurrikan bewegt sich auf Mahagonny zu. Angesichts der drohenden Zerstörung erkennt Jim die Gesetze der menschlichen Glückseligkeit: »So, wie wenn's einen Hurrikan gibt, so wollen wir immer leben, wollen tuen nur, was uns beliebt, denn es kann einen Hurrikan geben. Jim zerstört die schützende Barrikade und reißt nach und nach alle mit sich in einen anarchischen Taumel.
Der Hurrikan ändert seine Richtung und verschont Mahagonny,

Von nun an lautete der Leitspruch der Mahagonnyleute »DU DARFST«.
13. Bild »Fressen«. Jims Freund Jakob frißt sich zu Tode
14, Bild »Lieben«. Witwe Begbick gibt den Männern von Mahagonny hygienische Anweisungen fürs Lieben.
15. Bild »Boxen«. In einem unfairen Boxkampf erschlägt Dreieinigkeitsmoses Joe. Jim, der sein gesamtes Geld auf den Freund gesetzt hat, ist nun mittellos.
16. Bild »Saufen«. Trotzdem lädt Jim alle anderen zum Leichentrunk für seinen toten Freund Joe ein. Als es ans Bezahlen geht, lassen ihn die Freunde und sogar Jenny im Stich, Jim wird festgenommen.
17. Bild Jim fürchtet sich vor dem kommenden Tag.
18. Bild Begbick, Moses und Fatty sitzen in einem Schauprozeß zu Gericht. Der Angeklagte Tobby Higgins kann sich vom Mordvorwurf freikaufen, Jim jedoch wird zum Tode verurteilt, wegen Mangel an Geld, was das größte Verbrechen ist, das auf dem Erdenrund vorkommt.«
19. Bild Jim und Jenny nehmen Abschied voneinander. Während er sie an seinen letzten überlebenden Freund Bill weiterreichen möchte, ist sie mit diesem bereits auf und davon.
20. Bild Jim beruft sich auf Gott. Belustigt macht Witwe Begbick ihm mit dem »Spiel von Gott in Mahagonny« klar, daß Gott an diesem Ort keine Bedeutung hat. Mit Jims Tod beginnt der Anfang vom Ende. Von Raffgier getrieben versucht jeder jeden aus dem Weg zu räumen, um allein an das durch das nur, weil Unternehmen Mahagonny erwirtschaftete Geld zu gelangen. »Aber dieses ganze Mahagonny / war alles so schlecht ist, weil keine Ruhe herrscht und keine Eintracht / und weil es nichts gibt, woran man sich halten kann, /... / Können einem toten Mann nicht helfen, / können uns und euch und niemand helfen.


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