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FRIEDRICH SMETANA 2. März 1824 in Leitomischl, + 12. Mai 1884 in Prag Sohn eines Brauers, wurde Smetana schon in jungen Jahren von der Musik gefesselt, konnte sie jedoch erst 1843 zum Lebensberuf erwählen. Von 1848 bis 1856 leitete er eine private Musikschule in Prag, dann fünf Jahre lang den Philharmonischen Verein in Göteborg und kehrte 1864 nach Prag zurück, wo er sich als Musikkritiker, Chormeister des Hlahol und Dirigent am tschechischen Nationaltheater betätigte. Als Komponist fand der frühere Lisztanhänger, indem er den festen Boden der nationalen Volksmusik unter seinen Füßen gewann, seinen eigenen Ton, der ihn zum Begründer eines national-tschechischen Musikstils machte. Nach dem ersten Opernversuch »Die Brandenburger in Böhmen« gelang ihm mit der »Verkauften Braut« (1866) ein Meisterwerk heiterer Opernkunst. Mit »Dalibor« (1868) und »Libussa« (1881) strebte Smetana der großen heroischen Oper zu, später lächelte ihm mit den reizenden Spielopern »Zwei Witwen« (1874), »Der Kuß« (1876) und »Das Geheimnis« (1878) noch mehrfach die heitere Muse, obwohl den Komponisten seit 1874 das schwere Los fortschreitender Ertaubung getroffen hatte. Eine Huldigung an Geschichte und Landschaft seiner Heimat ist auch der symphonische Zyklus »Mein Vaterland«; ein musikalisch ebenso gehaltvolles wie menschlich erschütterndes Dokument das Streichquartett e-Moll, in dessen Finale ein quälend langes e das erste Auftreten der Gehörkrankheit schildert. Smetana, der ohne wörtliche Verwertung der Volksmusik doch aus deren Geiste gestaltete, ist für die tschechische Musik von epochaler Bedeutung. |
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D-73499 Wört |