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ARNOLD SCHÖNBERG
13.
September 1874 in Wien +
13. Juli 1951 in Los Angeles
Der
Schüler seines späteren Schwagers Alexander Zemlinsky begann, von
Gustav
Mahler gefördert, im Zeichen der Spätromantik, von der ihn, immer bereit, neue
Bahnen der künstlerischen Erkenntnis einzuschlagen, der Weg zu Impressionismus
und Expressionismus führte. In der Befreiung von den harmonischen Gesetzen des
19. Jahrhunderts gelangte Schönberg zur Atonalität, zu den neuen Gesetzmäßigkeiten
der Zwölftontechnik und ihrer der orientalischen Musik entnommenen »Grundgestalten«,
die er auch theoretisch zu begründen und zu untermauern strebte. 1934
emigrierte der Komponist, der zuletzt an der Berliner Akademie der Künste
gewirkt hatte, nach den USA, wo er in Los Angeles und Boston zeitweilige Lehrtätigkeit
ausübte. Seit 1940 lebte er wieder ganz dem eigenen Schaffen. Schönberg ist
eine der interessantesten, freilich auch widerspruchsvollsten Persönlichkeiten
der Neuen Musik, zu deren schöpferischen, zugleich schulebildenden
Grundpfeilern er zählt. Sein nahezu alle musikalischen Gattungen einbeziehendes
Gesamtwerk hat vielfach anregend und selbst da, wo es Diskussionen entfachte,
fruchtbringend gewirkt. Nachdem Schönberg sich schon in jüngeren Jahren in dem
Monodrama »Erwartung« und im Drama »Die glückliche Hand« mit der Bühnenkomposition
beschäftigt hatte, schrieb er 193032 die beiden ersten Akte seiner Oper »Moses
und Aron«, die, obwohl Fragment geblieben, zu den dokumentarischsten Äußerungen
des Künstlers und seiner Weltanschauung gehört.
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