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Nicolai, Otto9. Juni 1810 in Königsberg i. Pr., + 11. Mai 1849 in Berlin Sohn und Schüler eines Königsberger Musikers, besuchte Nicolai das Gymnasium seiner Vaterstadt, entfloh mit 16 Jahren der überstrengen väterlichen Zucht und wandte sich nach Berlin, wo Zelter und Bernhard Klein sich seiner annahmen. Auf Empfehlung des letzteren wurde er 1834 Organist an der preußischen Gesandtschaft in Rom, folgte 1837 einem Ruf an die Wiener Hofoper, kehrte aber nach Jahresfrist wieder nach Italien zurück. Seine italienischen Opern »Enrico II« (1839) und »Templario« (1840) machten ihn zum gefeierten Maestro. Es folgten »Gildippa ed Odoardo« und »il Proscritto«, der unter dem Titel »Mariana« hundert Jahre später erneut auf der Bühne erschien. 1841 kam Nicolai abermals an die Wiener Oper und wurde Begründer der berühmten Philharmonischen Konzerte. Hier begann er 1845 mit der Komposition seiner »Lustigen Weiber«. Der Impresario Balochino wies jedoch, bürokratische Gründe vorschützend, die Oper zurück, und Nicolai ging 1847 als Dirigent der Hofoper und des Domchors nach Berlin. Nach den ersten Aufführungen seiner erfolgreichen »Lustigen Weiber« starb er allzufrüh. |
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D-73499 Wört |