Orff, Carl
verfaßte ein
Schulwerk für die musikalische Früherziehung und wurde am 10. Juli 1895 in München
geboren und starb am 29. März 1982 in München. Orff studierte an der Akademie
der Tonkunst in München und wurde nach dem 1. Weltkrieg Korrepetitor und
Kapellmeister in München, Mannheim und Darmstadt. 1924 war er Mitbegründer der
Günther-Schule für Gymnastik, Tanz und Musik, seit 1950 Kompositionslehrer an
der Münchner Musikhochschule. Orffs Bestreben ging dahin, die Musik zu
aktivieren, d.h. aus dem passiven Hörer einen tätigen Mitwirkenden zu machen.
Niedergelegt hat er die Ziele solcher Erziehungsarbeit in seinem Schulwerk
(1930-1935, neu gefaßt 1950-1954): Erziehung der Kinder zu rhythmischen Bewußtsein
durch Bewegung, Klatschen und Klopfen, Stampfen und Trommeln, Erziehung zu
melodischen Bewußtsein durch allerlei kleine, vielfach selbst zu fertigende
Instrumente. Später kommen melodische Übungen hinzu mit einfacher Begleitung,
schwierigere Rhythmen, Ausweitungen bis zu 'konzertartigen' Stücken für
Jugendliche.
Rhythmisch bestimmt sind auch Orffs größere Werke, daher auch seine Vorliebe für
ein umfangreiches 'Schlagzeug-Orchester'..
Hauptwerke:
'Carmina Burana' 1936, 'Catulli carmina' 1943, 'Die Kluge' 1942, 'Antigonae'
1949, 'Oedipus der Tyrann' 1959, 'Prometheus' 1968, Sinfonie für 5chöriges
Orchester, 1 Cembalokonzert, Musik zum 'Sommernachtstraum'...
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