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Julies Massenet (1842 - 1912)
1863 gewann er den Prix de Rome für Komposition, studierte einige Zeit auch dort, wurde mit Liszt bekannt und begann alsbald, Vokalmusik - vor allem Opern - zu schreiben. Seine Jugendoper Don César de Bazan (1872) und das dramatische Oratorium Marie Magdeleine fanden lebhaften Beifall. Im Alter von noch nicht vierzig Jahren wurde er als Komposionslehrer an das Conservatoire berufen, wo u. a. Gustave Charpentier sein Schüler war. Sein bekanntestes Bühnenwerk, Manon, erschien 1884 im Spielplan der Opéra-Cornique. Immer wieder gespielt (besonders auf deutschsprachigen Bühnen) wird sein Werther nach Goethe - fallweise sogar in französischer Sprache. Massenets einschmeichelnd romantische, gefühlvolle Melodien werden von seinen Kritikern häufig als effekthascherisch oder gar billig bezeichnet; aber niemand kann seinen Einfallsreichtum, sein kompositorisches Können und die Beliebtheit seiner Musik leugnen. |
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D-73499 Wört |